Biographie Seiner Majestät König Bhumipol Adulyadej 
König von Thailand
 

Nationalhymne

 

Thailand trauert um Prinzessin Galyani:

 

Dieser Tempel wurde Extra fuer die Einescherung

Fuer die Verehrte Schwester Prinzessin Galyani

Erbaut

 

 


Geburt und Jugend
Geboren in den USA, wo sein Vater Prinz Mahidol Songhkla seine Medizinstudien abschloss, kehrte er 1928 nach Bangkok zurück. Der Vater starb am 24. September 1929 in Bangkok.. Die Mutter brachte Bhumibol und seinen Bruder 1933 zur Ausbildung in die Schweiz. Bhumibol kehrte 1938 zwar mit seinem Bruder für zwei Monate nach Thailand zurück, aber erst seit 1945 lebten beide wieder in ihrer Heimat. Nach dem frühen Tod seines älteren Bruders König Ananda Mahidol am 9. Juni 1946 wurde Prinz Bhumibol zum Thronfolger. Nach seiner Ernennung zum König Studierte Er seit August 1946 in Lausanne in der Schweiz, Politik- und Rechtswissenschaften.
Dort traf er zum ersten Mal Mom Rajawongse Sirikit Kitiyakara, die Tochter des thailändischen Botschafters in Frankreich. Bei einem Autounfall am Genfersee verlor er ein Auge, so dass er seit damals mit einem Glasauge lebt. Während seines Aufenthalts im Krankenhaus wurde er häufig von Sirikit, seiner zukünftigen Frau und Königin, besucht. Eine Verlobung im engsten Familienkreis in Lausanne folgte am 19. Juli 1949. Am Freitag, den 28. April 1950 morgens um 9:30 Uhr, eine Woche vor seiner Krönung, heirateten sie offiziell im Sra Pathum Palast (Bezirk Pathum Wan, Zentral-Bangkok).


Krönung und Titel
Die Krönungszeremonie fand am 5. Mai 1950 im Großen Palast in Bangkok statt. Am gleichen Tag machte er seine Frau zur Königin, sie erhielt dabei den Titel Somdej Phra Boroma Rajini. Der Tag der Krönung, der 5. Mai, ist seitdem in Thailand ein offizieller Feiertag.


Regierungszeit
Erst nach Abschluss seiner Studien im Jahre 1951 übernahm König Bhumibol die Regierungsgeschäfte. Der König und seine junge Königin Sirikit wurden weltweit gefeiert und wegen ihrer Eleganz und Schönheit über viele Jahre idealisiert. Im Oktober 1956 lebte er – wie für sehr viele Thais üblich – für 15 Tage (22. Oktober bis 5. November 1956) in einem Kloster als buddhistischer Mönch. Er suchte sich hierzu den Wat Bovornives im Bangkoker Stadtteil Banglampuh aus, in dem sein Vorfahre, König Rama IV. Mongkut, einst Abt gewesen war. Während jener Zeit übernahm Sirikit als Regentin die Amtsgeschäfte. Ihr wurde daher nachträglich in Anerkennung dieses Amtes der Titel Somdej Phra Boroma Rajininat verliehen.


Die größte Herausforderung für den König war wohl das Massaker vom 17. Mai 1992, als Hunderte von Demonstranten gegen die Regierung von General und Premierminister Suchinda Kraprayoon vom Militär erschossen wurden. In einer kritischen Situation ließ König Bhumibol in Bangkok die Tore zum Park seines Palastes öffnen, so dass Demonstranten sich retten konnten. Nachdem die Lage eskalierte, bestellte der König die Kontrahenten (Militärs und Demokraten) zu einer Audienz ein. Vor laufender Kamera mussten die Militärs dem König, der in dieser Zeit demonstrativ in der Uniform des Obersten Befehlshabers auftrat, versprechen, die Waffen niederzulegen und den Konflikt auf friedliche Art und Weise beizulegen. Dies zeigt bis in die heutige Politik seine Auswirkungen.


Der König zeigt sich stets eng mit den Menschen des Landes verbunden und nimmt sich oftmals persönlich ihrer Sorgen und Nöten an um so für die Verbesserung ihrer Lebenssituation zu sorgen. Er startete mehr als 1000 größere und kleinere Projekte, mit denen das gesamte Spektrum der ländlichen Probleme Thailands angesprochen wurde wie Landwirtschaft, Bewässerungsprojekte, Rettungsdienst, Gesundheitswesen waren und sind zum Teil noch Problemfelder, für deren Verbesserung er persönlich gesorgt hat und die er weiterhin tatkräftig begleitet. Unter anderem sorgte er für den Rückbau des Opiums im Norden und förderte den Anbau von Pflanzen und Früchten mit hohem Ertrag, die auf gemäßigtes Klima angewiesen sind. Auf dem Palastgelände betreibt er eine Versuchsfarm, die sich mit Viehzucht und experimentellem Fruchtanbau beschäftigt.
Im Jahre 2006 fanden in Bangkok anlässlich seines 60jährigen Thronjubiläums umfangreiche Feiern statt. Er ist somit das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt, gefolgt von Elisabeth II. von Großbritannien (seit 1952).


König Bhumibol Adulyadej als Privatmann
Der König zeigt sich vielseitig interessiert: Musiker, Komponist, Fotograf (in zahlreichen, auch die Hauptstadt schmückenden Abbildungen ist er mit einer Kamera um den Hals hängend zu sehen), Maler, Schriftsteller, Segler, Ingenieur u.a. Insbesondere ist er ein leidenschaftlicher Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielt (z.B. 1960 mit Benny Goodman). Etwa 40 Kompositionen sind bislang bekannt, darunter auch die thailändische Königshymne. Zudem ist er der höchste Pfadfinder Thailands. Vielbeachtete Ausstellungen seiner Gemälde und Zeichnungen zeugen von einem tiefen Empfindungsvermögen, und dies zeigt sich auch in den von König Bhumibol vorangetriebenen Landschaftsprojekten. Sogar als Segelsportler brachte er es zu beachtlichen Leistungen und gewann 1967 die Goldmedaille bei den Südostasienspielen. Mit Königin Sirikit Kitiyakara hat er vier Kinder: Prinzessin Ubol Ratana, Kronprinz Maha Vajiralongkorn, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn und Prinzessin Chulabhorn.

 

Öffentliche Wahrnehmung
Seit 1946 stellt König Bhumibol Adulyadej die Integrationsfigur des Landes dar. In einer Volksabstimmung verlieh ihm die Bevölkerung 1987 den Beinamen „Der Große“ und etwa 3 Millionen Menschen strömten im Juni 2006 in Bangkok auf die große Feier zu seinem 60. Thronjubiläum. Das Motto seiner Regierungszeit lautet: Ich werde das Land einzig zum Vorteil seiner Menschen regieren. Damit will er sich deutlich von den meisten politischen Machthabern Thailands unterscheiden. Dies blieb keine Absichtserklärung, denn dieser König war insgesamt mehr Zeit im Lande unterwegs als in seinem Palast, vor allem um landwirtschaftliche Projekte (z. B. Staudämme, Vieh- und Fischzuchten) zu besuchen und zu beraten.


Er fällt dabei stets auf durch seine bescheidene, aufmerksame und besonnene Art und Weise, seine fachliche Kompetenz sowie seine menschliche Haltung. Wo immer er unterwegs ist, baumelt eine kleine Kamera vor seiner Brust, mit der er seine Reisen und die Projekte dokumentiert. Anlässlich einer Naturkatastrophe im Jahre 1962 startete er eine Spendenaktion im Lande, wobei mehr Geld eingenommen werden konnte als schließlich benötigt wurde. Mit dem Überschuss wurde der heute noch existierende königliche Hilfsfonds gegründet, dessen Patron der König selbst ist. Sein guter Ruf steht für unbürokratische, korruptionsfreie Verwendung der Mittel und der Fonds wurde deshalb von vielen Thailändern auch anlässlich des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 mit Spenden bedacht.


Von der Bevölkerung wird König Bhumibol außerordentlich verehrt. Dies wird unter anderem daran erkennbar, dass in den meisten Haushalten Thailands ein Bild des Königs hängt, ohne dass dies angeordnet wäre. Vor beinahe jeder kulturellen Veranstaltung (z. B. im Kino oder Theater) wird die Königshymne abgespielt, zu der sich alle Anwesenden erheben und nach deren Ende sich viele in Richtung des Königssymbols verneigen (Wai).
Insbesondere wird König Bhumibol für das Ende der Dürre im Isaan verehrt, wo er bei einer Ortsbesichtigung während der Dürrezeit feststellte, dass am Himmel durchaus genügend Wolken waren, diese jedoch weiterzogen, ohne den Regen abzulassen. Unter seiner Leitung wurde eine (nicht-giftige) Chemikalie entwickelt, welche die Wolken zum Regnen brachte. Dieser Regen auf den ausgedorrten Boden ist bis heute Thema in allen königsbezogenen Hymnen, Filmaufnahmen und Hommagen (z. B. bei Kinovorführungen), und wird „königliches Regenprojekt“ (Fon luang) genannt.


In Thailand finden sich auf vielen Autos die Aufkleber (Wir lieben den König) und viele Thailänderinnen und Thailänder tragen gelbe Armbänder oder gelbe Hemden mit der gleichen Aufschrift, die vom Königspalast verkauft werden, um Projekte des Königs zu finanzieren.


Majestätsbeleidigung und Verehrung
Die königliche Familie genießt in Thailand höchsten Respekt. Dementsprechend ist Majestätsbeleidigung in Thailand ein ernsthaftes Vergehen. Die Gesetze des Landes gelten auch für diejenigen, die sich gerade dort aufhalten. Es gibt Fälle von Nicht-Thais, die sich öffentlich kritisch über den König und die königliche Familie äußerten oder sich lustig machten. In solchen Fällen wurden Gefängnissstrafen verhängt.


Anfang Dezember 2006 wurde ein Schweizer in Chiang mai von den thailändischen Behörden verhaftet, da er mehrere Porträts des Königs im Alkoholrausch beschmiert hatte. Er wurde am 29. März 2007 zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Nur eine königliche Begnadigung war für ihn möglich. Diese gewährte der König persönlich und Er wurde am 12. April aus dem Gefängnis entlassen und sofort des Landes verwiesen.
 

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